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Staffel des TV Scheeßel gewinnt beim Vierlandentriathlon


By Karl-Heinz - Posted on 07 Juni 2019

Das war ein langer anstrengender Tag für 6 Triathleten vom TV Scheeßel! Der Vierlandentriathlon am Hohendeicher See südöstlich von Hamburg liegt zwar fast um die Ecke, trotzdem wurde bereits um 6 Uhr zum Aufbruch geblasen. Schließlich wollte man rechtzeitig vor Ort sein und die Räder und sonstige Utensilien in der Wechselzone eingecheckt haben. Alle hatten sich für die Mitteldistanz gemeldet – 2 km Schwimmen im See, 80 km Radfahren und 20 km Laufen.
Um 9 Uhr fiel der Startschuss für Jürgen Klindworth und Lukas Schmidt, 5 Minuten später nahm Matthias Berulla die Verfolgung auf und um 9:25 die 3. Startgruppe bestehend aus den Staffeln und den Frauen. An eine kleine Runde (500 Meter) schloss sich ein Landgang und die große Runde (1500 Meter) an. Das Wasser war mit etwa 17° noch recht frisch, zum Glück wärmten die Neoprenanzüge. Jürgen war mit seiner Schwimmform zufrieden, er beendete die erste Disziplin nach 32:22 Minuten. Dabei traf er auf seine Tochter Alica, die für die Staffel schwimmend gerade 500 Meter hinter sich hatte. Sie ist von Anfang an alleine vorne geschwommen und hatte nur das Kanu vor sich. Deutlich vor den anderen aus ihrer Startgruppe übergab sie nach 29:33 Minuten den Chip an den Radfahrer Frank Brinkmann, der für den verletzten Volker Colmsee eingesprungen ist. Auf dem Deich ging es nun 10 km an der Norderelbe entlang bis zur Dove-Elbe und zurück. Die Bedingungen auf dem Rad waren gut da es fast windstill war. Nach 4 Runden waren endlich 80 km vorbei. Frank war sehr flott unterwegs, er hatte den Abstand zur zweitplatzierten Staffel vergrößert. Nach nur 2:05:49 ging es in die lange Wechselzone und Startnummer und Chip wurden an den Läufer Detlef Brunkhorst übergeben. Der Lauf bestand ebenfalls aus 4 Runden. Nach 2,5 km wurde der Wendepunkt erreicht, so konnten die Athleten gut die Abstände zu den anderen abschätzen. Inzwischen war es 12 Uhr geworden, die Mittagshitze machte allen Läufern schwer zu schaffen. Da es keinen Schatten gab, musste der Körper und insbesondere der Kopf mit viel Wasser gekühlt werden. Der Weg auf festem Schotter war eng aber ein Überholen war möglich. Doch die Beine wurden immer schwerer und der Puls stieg weiter. Die Anfeuerung der Zuschauer trug die Sportler irgendwie ins Ziel. Mit 1:39:08 steuerte auch Detlef eine tolle Zeit zu dem Ergebnis der Staffel bei. Glücklich liefen Alica, Frank und Detlef gemeinsam nach 4:20:20 ins Ziel und genossen später sehr die Siegerehrung. Auf die „Seegurken“ als zweite Staffel mussten sie über 20 Minuten warten.

Wie erging es den Einzelstartern des TV Scheeßel? Jürgen Klindworth befand seine Form auf dem Rad als okay. Er war als Erster seiner Altersklasse M60 dem See entstiegen, auf dem Rad (2:19:12) hat er den Vorsprung deutlich vergrößert. Beim Laufen merkte er die fehlenden Trainingskilometer. Vor diesem Hintergrund war seine Leistung überraschend gut (1:41:11). Die Hitze war für ihn eine gute Vorbereitung für den angestrebten Start auf Hawaii. Seine Altersklasse gewann er mit 18 Minuten Abstand, die Gesamtzeit von 4:40:20 bedeutete Gesamtrang 35. Zu seiner eigenen Überraschung war er nicht nur der älteste „Finisher“ in der Wertung der Hamburger Betriebssportvereine sondern auch der Schnellste! Klindworth freut sich auf seinen nächsten Wettkampf den Ironman am 28.7. in Hamburg, einen Teil der Radstrecke ist er heute gefahren.
Lukas Schmidt hatte in diesem Jahr nur wenig trainiert und keine großen Erwartungen. Aber er profitierte von den Erfahrungen aus den bisherigen Wettkämpfen. So gab es beim Schwimmen (41:43) und dem ersten Wechsel keine Probleme mit der Orientierung. Auch auf dem Rad war er richtig gut drauf. Es spornte ihn sehr an, als er auf der letzten Runde bemerkte, dass eine Zeit unter 2:20 möglich ist. Mit 2:19:43 hat er es tatsächlich geschafft. Leider verabschiedeten sich dadurch seine sonst so lockeren Laufbeine oder lag es an dem fehlenden Koppeltraining? Auf jeden Fall stand die plötzliche Hitze einem flüssigen Laufen entgegen. Bis zur Hälfte schaffte er es – wie vom Trainer Jürgen empfohlen – die Probleme wegzulächeln. Im Training wird immer wieder das Durchhaltevermögen und der Wille geübt, das half ihm das Ziel in 1:46:43 und einer Gesamtzeit von 4:56:34 zu erreichen. Der Lohn war Platz 3 in der AK20 und 61 der Gesamtwertung.
Matthias Berulla war mit seiner Schwimmzeit (37:30) sehr zufrieden. Leider ist er beim Lauf in der Wechselzone umgeknickt und zum Rad eher gehumpelt als gelaufen. 2 Stopps wegen technischer Probleme mit dem Rad kosteten ihm auf den ersten Kilometern einige Minuten. Als er nach 2:30:03 vom Rad stieg, war das Thermometer über 30° geklettert – keine idealen Bedingungen für Matthias. Während er sich mit einer Gesamtzeit von 5:30:42 ins Ziel rettete haben 5 Frauen und 23 Männer aufgegeben. Nur mit der Laufzeit war Berulla nicht zufrieden. Demnächst werden wohl ein paar Belastungseinheiten bei Hitze auf dem Programm stehen.

Überraschendes Familientreffen

Jürgen auf dem Rad

und auf der Laufstrecke

Siegerehrung

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